Habe ich AIDS?

Autofellatiosaurus-Vertrauensarzt Dr. Heribert Arnhelm-Siegdurst beantwortet einige häufige Leserfragen zum Thema AIDS.

– Zenzi, 84, aus Mattighofen fragt: Habe ich AIDS?

Diese Frage ist am besten so zu beantworten: Ja, wahrscheinlich. Wenn Sie regelmäßig öffentliche Toiletten benutzen, einen Diesel fahren oder sich ohne Kondom in öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen, setzen Sie sich einer Vielzahl von Risikofaktoren aus. Ihr Körper wehrt viele Erreger erfolgreich ab, letztlich ist aber besonders der AIDS-Erreger (in Fachkreisen auch AIDSman genannt) ein ganz schön hartnäckiges Kerlchen. Besonders in Ihrem fortgeschrittenen Alter ist eigentlich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der AIDSman Sie erfolgreich infiziert hat. Aber es besteht kein Grund zur Beunruhigung, Sie werden vermutlich lange Zeit bevor Sie etwas merken würden bereits tot sein.

– Gernot, 34, aus Wien-Meidling fragt: Seit ein paar Tagen verhält sich meine Frau sehr komisch. Hat Sie vielleicht AIDS?

Auch hier lautet meine Ferndiagnose: Wahrscheinlich, ja! Wenn sich das Verhalten Ihrer Frau tatsächlich plötzlich verändert hat, liegt der Verdacht auf AIDS natürlich nahe. Der AIDSman nistet sich besonders gerne im Hirn ein und verändert so das Verhalten des Wirten. Übliche Symptome sind vollkommen überspitzte Ausländerfreundlichkeit, panische Angst vorm Niedergang des Abendlandes, Reizwäschephobie und starke sexuelle Erregung durch Feuer und 42-jährige Gastwirte namens Horst.

– Gerda, 25, aus Rapetting fragt: Mein achtjähriger Sohn hat mit seinen Freunden beim Spielen im Garten gerne ungeschützten Analverkehr. Hat er vielleicht AIDS?

Sie brauchen sich um Ihren Sohn keine Sorgen zu machen. Es ist ganz normal und üblich, dass Kinder in diesem Alter hemmungslosen Sex praktizieren, bei dem in der Regel auch kein Auge trocken bleibt. Bieten Sie Ihrem Sohn eine Tasse Tee an, wenn er abends müde vom Geficke nach Hause kommt. So stellen Sie sicher, dass er immer schön ausreichend hydriert ist.

– Horst, 42, aus Essex fragt: Seit ca. zwei Monaten fällt mir auf, dass ich für das andere Geschlecht unwiderstehlich geworden zu sein scheine. Ich habe bereits versucht dem durch massive Gewichtszunahme entgegenzuwirken, konnte aber bisher keine Linderung erreichen. Für meine Tätigkeit als Gastwirt ist dieses gesundheitliche Problem ein echter Fluch! Ist vielleicht AIDS Schuld an meinem Problem? Bitte, Herr Doktor, was kann ich tun?

Ich nehme an, dass der Beginn Ihrer Beschwerden ziemlich exakt mit Ihrem Geburtstag zusammenfällt. Tatsächlich ist dies ein in der Fachliteratur umfassend beschriebenes Problem, das im Zusammenhang mit AIDS auftreten kann. AIDS-Patienten weisen mit einer Prävalenz von über 52% eine extreme sexuelle Anziehung gegenüber 42-jährigen Gastwirten namens Horst auf. In der Therapie solcher Fälle wird traditionell eine Namensänderung empfohlen. Außerdem kann in besonders schweren Fällen durch vollkommen unnötige chirurgische Eingriffe ein Abdriften in finanzielle Armut und soziale Isolation erreicht werden, das von vielen Patienten als heilsam empfunden wird.

 

Fragen an Dr. Heribert Arnhelm-Siegdurst richten Sie bitte per E-Mail an n.hofer@vanderbellen.at

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Professional circus clown turned Liberal Arts major and anarchist.

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Posted in Deutsch, For your Health

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