Landaugenarzt Dr.Kalauer beantwortet Patientenfragen

Norbert, 54, aus Grieskirchen fragt:

Sehr geehrter Herr Doktor,

als Landwirt und Modellbauenthusiast bin ich, wie Sie sich sicher vorstellen können, häufig auf die korrekte Funktion meines Enddarmes und seiner Vorstufen angewiesen. Seit einiger Zeit – ich würde den Zeitraum mit etwa 3-4 Wochen beziffern – fällt mir auf, dass meine Enddarmabgase, die ich, insbesondere in meiner Funktion als Vorsitzender des Modellbauverbandes Österreich-Ost, natürlich regelmäßig beanspruchen muss, mit merkbar höherer Temperatur austreten. Die Beschwerden halten sich bisher noch in Grenzen, ich beobachte nur eine leicht erhöhte Sensibilität im Bereich der Anusgegend nach dem Ausstoß eines solchen Heißgases. Als Verantwortungsträger in gesellschaftlich tragender Funktion interessiert mich aber natürlich schon: Muss ich mich in absehbarer Zeit von offenen Flammen und schwangeren Frauen fernhalten?

Herzlichen Dank,

Norbert K.

Lieber Herr K.,

tatsächlich ist die Symptomatik, die Sie beschreiben gerade bei 54-jährigen Modellbauenthusiasten namens Norbert keine Seltenheit! Es handelt sich bei den erhöhten Temperaturen, die Sie in ihren Ausscheidungsendgasen wahrnehmen um das Ergebnis erhöhter endothermischer Aktivität in Ihrem Enddarm. Typische Gründe dafür sind das Verschlucken eines Kernkraft- oder Kohlekraftwerks – nicht selten passiert dies unbemerkt im Schlaf – oder auch die häufige Nähe zu kirchlichen Würdenträgern. Die von Ihnen beschriebenen Unannehmlichkeiten werden unter dem Begriff Norbert-54-aus-Grieskirchen-Syndrom in der Literatur beschrieben und bleiben oft beim Patienten unbemerkt. Nicht selten klingen sie auch ohne Behandlung von selbst ab. Als Therapiemöglichkeit empfehle ich ihnen tatsächlich eher die Gegenwart Schwangerer zu suchen, sowie heftige Onanie, möglichst 7-8 Mal täglich. Ideal ist natürlich, wenn Sie beides kombinieren können. Offene Flammen brauchen Sie nicht gesondert zu beachten, ich würde Ihnen sogar raten zwei bis drei Mal wöchentlich einen Feuerschlucker aufzusuchen. Sollten die Symptome nach einigen Wochen noch immer auftreten, empfiehlt sich eine leichte Diätanpassung auf ausschließlich Reis und Reisszwecken, sowie der Besuch bei einem auf Gastroententerrorlogie spezialisierten Kollegen.

Gute Besserung und Alles Gute!

Ihr Dr. Giesbert Kalauer

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Professional circus clown turned Liberal Arts major and anarchist.

Posted in Deutsch, For your Health

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