Geschichten aus dem Altersheim

Astrid ist 83 Jahre alt und hat sich aus ihrem Kopfkissen eine Fickpuppe gebaut. Mit ihrem Umschnalldildo heizt sie der analen Öffnung, die sie mit Filzstift auf die Rückseite des Kissens gemalt hat, aber ordentlich ein. Sie prügelt das Kopfkissen nach dem Akt meist windelweich und dämpft die Zigarette danach in dessen Gesicht (vorne links, Filzstift) aus. Das Hobby ist für Astrid ein wichtiger Ausgleich in ihrem sonst alarmierend harmonischen Leben.

Friedrich ist mit seinen 93 Jahren ein alter Lauser. Des Nachts schleicht er sich oft über eine aus Bettlaken gebundene Leine aus dem Fenster seines Zimmers im achten Stock. Er steigt im zehnten Stock dann durch das geöffnete Fenster von Pauline und schultert die 104-jährige Formel-1-Fahrerin. Mit der schlafenden Pauline im Gepäck steigt er wieder durchs Fenster und legt sie ins Bett des Bettnässers Theodor (102). Theodor nimmt er indes über die Außenwand mit in den 18. Stock, wo er ihn in den Gemeinschaftsraum stellt. Das gibt ihm diesen gewissen Kick! Er reibt sich beim Gedanken daran die Hände und leckt sich die Lippen.

Sowohl Astrid als auch Friedrich spielen mit dem Gedanken, sich mit ihren Talenten selbständig zu machen. Wir wünschen ihnen gutes Gelingen!

 

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Flugzeug klescht in Achten Bezirk: Schaß!

Wien – Am heutigen Freitag um 10:15 Uhr ist ein Flugzeug bei Ecke Josefstädter Straße / Albertgasse in den Achten Wiener Gemeindebezirk geklescht. Ein Arbeiter der MA48 kam bei dem Unfall ums Leben, das Flugzeug hat lediglich eine Schürfwunde davongetragen. Eine Straßenbahngarnitur der Linie 2 erlitt einen schweren Schock und musste von der Wiener Berufsrettung abtransportiert werden.

Die Aufräumarbeiten dauerten den Nachmittag an und wurden gegen 17 Uhr abgeschlossen.

Die portugiesische Fluglinie TAP (“Triple Anal Penetration”) entschuldigte sich als Betreiberin des Flugs für den Vorfall. Der Vorsitzende Entonoaldo Nevos weinte bitterlich: “Enton”.

Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) zeigte sich in erster Linie erfreut über den Tod des MA48-Mitarbeiters: “Hätte er schwerverletzt überlebt, wären Kosten auf die AUVA zugekommen. Das wäre für Österreichs Arbeitgeber untragbar.”

Im Cafe Hummel nahm man die Situation gelassen. Ein Gast ließ sich zu einer Stellungnahme überreden: “Schaß!” (AFSPA)

 

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Leserbrief #1

Uns erreichen immer wieder Zuschriften der Leserschaft, die wir, sofern gesellschaftspolitisch relevant, natürlich gerne veröffentlichen. Im Folgenden ein besonders brisantes Exemplar der letzten Zeit.

Gott zum Gruße,

ich wende mich an euer Medium, da ich hier jene Unabhängigkeit vermute, die die Staatspresse meiner Meinung nach schon lange aufgegeben hat. Die Zustände in unserem Kloster haben sich in den letzten Wochen weiter verschlechtert und ich kann nicht länger hinnehmen, dass die Öffentlichkeit nichts von unserem Leiden erfährt. Vor zwei Monaten hat der Vatikan die Windelpflicht für geistlich Behinderte beschlossen, was für mich und meine Mitbrüder ein großer Schock war. Die Diarrhözese hat sich natürlich über diese Einführung gefreut, da sie uns schon lange mangelnden Zusammenhalt vorwirft. Was sie dabei nicht sieht, ist der Angriff auf unsere Rechte als Individuen. In einsamen Winternächten kotete ich mich bisher oftmals ein, um zumindest die Ahnung von menschlicher Wärme zu verspüren. Jetzt ist das unmöglich. Meine Fäkalien würden sich nur in dem kleinen Bereich zwischen Anus und Kunststoff sammeln, was eine kaum merkbare Auswirkung auf meine gefühlte Körpertemperatur hätte. Das wäre unwürdig und langfristig recht aufschürfend. Meine Spalte fühlt sich jetzt schon wie ein Minenschacht an, der monatelang verschüttet war, bevor eine international viel beachtete Rettungsaktion ihn und die darin gefangenen Knaben wieder freilegen konnte. Auf diese Rettung warte ich nun, während sich in mir ein Stausumpf bildet. Es steht sinnbildlich für den von unserer Gemeinschaft ausgerufenen Stuhlstreik, den ich als einziges Druckmittel zur Aufhebung des Windelgebots sehe. Mein ehemaliger Intimbruder von den Klistierziensern hat schon recht, wenn er unser braunes Gold als Lebenselixier bezeichnet, bei dessen Versiegen unsere Kirche zugrunde gehen würde. Wenn ich die Augen schließe, fühle ich heute noch seine rutschigen Hände an meinen Hüften. Bitte komm zurück zu mir, ich vermisse dich so sehr.

Analvikar Jokurt Semmelkrenn

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Alte Frau mit Hund

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Our favourite TV Show

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Der unsittliche Synthesist

Gedankenversunken spielte er die fünf Töne auf dem kirchlichen Synthesizer vor sich hin. Er hatte einen geilen Sound gefunden und wurde von dem Quintett in den Bann gezogen. Minuten schon drückte er immer wieder die selben Tasten, mal intensiver, mal schwächer, mal langsamer, mal schneller. Unten auf den billigen Plätzen waren zwei dicke Männer eingeschlafen. Eine alte Frau blickte fragend in Richtung des Synthesisten. Sie wollte gerne laut protestieren, aber außer ihr schien es niemanden zu stören, und sie war nur in der Gruppe stark. Geduldig ließ sie die Monotonie über sich ergehen. Noch eine geschlagene halbe Stunde lang konnte und wollte sich der Synthesist nicht aus seiner Trance lösen. Dann aber hörte er abrupt auf und kam zu sich, realisierte, dass er Publikum hatte und blickte sich um. Alle waren sie noch da, auch die Kinder, die mit Opium ruhig gestellt wurden. Pflichtbewusst widmete er sich dem nächsten Stück, er wählte das passende Programm aus und begann die kraftvolle Melodie zu spielen. Das Publikum erwachte und klatschte Beifall, Tränen flossen, Unterwäsche flog, selbst die zugedröhntesten Kinder tanzten. Der Synthesist war eine solche Euphorie als Reaktion auf sein Spiel nicht gewohnt und konnte sein Glück kaum fassen. Er stellte sich vor, wie er die großen Städte der Welt bespielte und von allen Seiten Blumen auf die Bühne regneten.

Doch dann wurde er sich wieder der Realität bewusst. Er war gerade dabei, in der U-Bahn auf ein homosexuelles Pärchen zu onanieren. “Ach, was bin ich doch für ein Tagträumer!”, rief er den beiden lachend zu. Zum Leidwesen der anderen Fahrgäste unterließ er jede weitere Onanie und stieg bei der nächsten Station kopfschüttelnd aus.

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Wenn Gesetzgeber reimen würden

§56

Werden Mängel entdeckt durch die Exekutive,
Bezüglich der Steuerbarkeit der Lokomotive,
Gilt für den Bücher der sich verging am Zug,
Selb’ge Strafe als auch bei grobem Unfug.
Gesellt sich zum Vergehen nun noch Ehebruch,
So wird in Einbezugnahme des gegeb’nen Ruch,
Los’ des Schurken Sittsamkeit erwogen,
Und er sogleich aus dem Verkehr zogen.

 

Schlägt ein Kunt dem andern,
Die Rübe ein beim Wandern,
Folgt auf gemäße Fahndung,
gleichsam die adäquate Ahndung.
Bei Rübendurchmesser unter zwanzig Zentimeter,
Gilt als Strafmaß selbst für Leisetreter,
Auf die Nase achtzig Hiebe,
Nebst Entzug allfäll’ger Liebe.
Hochachtungsvoll und ehrerbietig,
Richter Rainer Rupert Richtig.

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