Our favourite TV Show

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Der unsittliche Synthesist

Gedankenversunken spielte er die fünf Töne auf dem kirchlichen Synthesizer vor sich hin. Er hatte einen geilen Sound gefunden und wurde von dem Quintett in den Bann gezogen. Minuten schon drückte er immer wieder die selben Tasten, mal intensiver, mal schwächer, mal langsamer, mal schneller. Unten auf den billigen Plätzen waren zwei dicke Männer eingeschlafen. Eine alte Frau blickte fragend in Richtung des Synthesisten. Sie wollte gerne laut protestieren, aber außer ihr schien es niemanden zu stören, und sie war nur in der Gruppe stark. Geduldig ließ sie die Monotonie über sich ergehen. Noch eine geschlagene halbe Stunde lang konnte und wollte sich der Synthesist nicht aus seiner Trance lösen. Dann aber hörte er abrupt auf und kam zu sich, realisierte, dass er Publikum hatte und blickte sich um. Alle waren sie noch da, auch die Kinder, die mit Opium ruhig gestellt wurden. Pflichtbewusst widmete er sich dem nächsten Stück, er wählte das passende Programm aus und begann die kraftvolle Melodie zu spielen. Das Publikum erwachte und klatschte Beifall, Tränen flossen, Unterwäsche flog, selbst die zugedröhntesten Kinder tanzten. Der Synthesist war eine solche Euphorie als Reaktion auf sein Spiel nicht gewohnt und konnte sein Glück kaum fassen. Er stellte sich vor, wie er die großen Städte der Welt bespielte und von allen Seiten Blumen auf die Bühne regneten.

Doch dann wurde er sich wieder der Realität bewusst. Er war gerade dabei, in der U-Bahn auf ein homosexuelles Pärchen zu onanieren. “Ach, was bin ich doch für ein Tagträumer!”, rief er den beiden lachend zu. Zum Leidwesen der anderen Fahrgäste unterließ er jede weitere Onanie und stieg bei der nächsten Station kopfschüttelnd aus.

Posted in Deutsch, Short Stories

Wenn Gesetzgeber reimen würden

§56

Werden Mängel entdeckt durch die Exekutive,
Bezüglich der Steuerbarkeit der Lokomotive,
Gilt für den Bücher der sich verging am Zug,
Selb’ge Strafe als auch bei grobem Unfug.
Gesellt sich zum Vergehen nun noch Ehebruch,
So wird in Einbezugnahme des gegeb’nen Ruch,
Los’ des Schurken Sittsamkeit erwogen,
Und er sogleich aus dem Verkehr zogen.

 

Schlägt ein Kunt dem andern,
Die Rübe ein beim Wandern,
Folgt auf gemäße Fahndung,
gleichsam die adäquate Ahndung.
Bei Rübendurchmesser unter zwanzig Zentimeter,
Gilt als Strafmaß selbst für Leisetreter,
Auf die Nase achtzig Hiebe,
Nebst Entzug allfäll’ger Liebe.
Hochachtungsvoll und ehrerbietig,
Richter Rainer Rupert Richtig.

Posted in Art, Deutsch

Birthday cake

I turned 28 today and got this magnificent cake from a good friend.

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Happy times!

Posted in Art, For your Health, Inspiration, Waste of Talent

Rüdiger Springinsfeldt: “Ich möchte den Begriff ‘Hitler’ wieder positiv besetzen

Autofellatiosaurus-Politikexperte Rüdiger Springinsfeldt äußert sich zu seinen Politplänen nach der Kommentatorenkarriere.

AF: Herr Springinsfeldt, Sie haben für alle österreichischen Qualitätsmedien gearbeitet, warum nun der Gang in die Politik?

Rüdiger Springinsfeldt (RS): Es war an der Zeit. Für mich, für meine Frau, für meine Kinder. Die Luft war draußen. Die dauernden Anrufe vom Standardt (ich bin nach wie vor der einzige, der sich traut dieses Blatt mit DT zu schreiben), die Frühstücksrunden bei der Presse – es gibt einen Punkt, da kann man dann auch nicht mehr zurück.

AF: Sie haben sich dazu bekannt als wohl einziger Österreicher mit Triplestaatsbürgerschaft gleichzeitig AFD, FPÖ und FN zu wählen. Wie argumentieren Sie diese Tripe Threat und wo werden Sie sich politisch verorten?

RS: Mein Credo war immer, es geht immer nochmal rechts von der rechten Mitte. Man muss ja deswegen noch kein Despot, Faschist oder Autoritärer sein. Mir geht es viel mehr um das Lebensgefühl, das man nur am rechtsrechten Rand bekommt. Einmal ordentlich sich vor der Überfremdung fürchten, Frauen zurück an den Herd fordern und die Rolle der Familie betonen. Die Familie finde ich übrigens ganz wichtig und toll. Deswegen habe ich auch schon 3 gegründet!

AF: Werden Sie sich denn der FPÖ oder einer anderen Partei in Österreich anschließen?

RS: Nein, die FPÖ ist mir viel zu zentristisch geworden. Bei deren Positionen fehlt mir der Rechtsdrall. Die Idee ist, und da möchte ich noch nicht zu sehr vorgreifen, gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Militär und Zivilgesellschaft eine neue Partei zu gründen, der ich dann vorstehen kann. Mit aller meiner Energie und auch meiner Vorsteherdrüse, die seit Jahren auf Rekordgröße angewachsen ist.

AF: Und wie wird sich ihr Parteiprogramm gestalten? Ist da noch ideologisch Platz? Vor allem Rechtsrechts?

RS: Da geht noch einiges. Wir werden die NEOS-Wähler fast komplett schlucken, bei der FPÖ quasi all jene abholen, die dort, zurecht, das rechte Potenzial ungenutzt sehen. Wir rechnen mit Werten zwischen 5 und 95% bei der Nationalratswahl 2018.

AF: Das ist eine starke Ansage. Was sind Ihre persönlichen Ziele?

RS: Ich bin da bescheiden. Mein erstes und oberstes Ziel: Ich möchte den Begriff “Hitler” wieder positiv besetzten?

AF (ungläubig): Entschuldigen Sie. Sie möchten den Begriff “Hitler” positiv besetzen?!

RS: Ja. Ich möchte in einer Welt leben in der meine Kinder sagen können “Ich habe am Bahnhof von einem Migranten Drogen gekauft. Verdammt, das Zeug war wieder gestreckt. Verflucht und zugehitlert!”. Oder “Mensch, du bist so ein Hitler, wie du da mit deinem Moped über die Wiese gurkst!”. Das sind Dinge, die muss man aufzeigen. Da bin ich mir auch nicht zu schade, mal den Finger in die Wunden zu legen!

AF: Äääh, aber Herr Springsfinfeldt, so spricht doch niemand.

RS: Sie werden sich schon noch anschauen, was alles möglich ist! Das Interview ist beendet!

 

Herr Springinsfeldt schlug daraufhin unseren Reporter entzwei und wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen. Er muss nun 8 Wochen wegen schweren Raubüberfalls und fünffachen Mordes einsitzen. Zu seiner Freilassung erwartet ihn eine Schwarzwälderkirschtorte, die seine Großmutter für ihn backen wird.

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Unser HBP über AIDS-Anfälle

Ein Freund und ich – wir sind gesund, wohlgemerkt – hatten uns vorgenommen, zum Geburtstag von Herrn Andolf Grenzbeamter einen Tag lang Hausarbeit zu machen. Es ist im Sinne aller Beteiligten. Dem Wusch der Wäsche stand nichts mehr im Wege, auch das Geschirr wollte in den Kühlschrank. Doch dann hatte mein Freund einen schweren AIDS-Anfall, der unsere durchkreuzten Pläne nicht hobelte.

Diese Geschichte ist nur eine von vielen und dennoch wird das Risiko eines AIDS-Anfalls bis heute unterschätzt. Doch Wissenschafter bestätigen: Die von AIDS-Anfällen ausgehenden Gefahren sind enorm.

AIDS-Anfälle treten gewöhnlich zwischen dem dritten und achten Lebensjahr auf, bei Frauen und Männern gleichermaßen. Symptome liegen zwischen spontaner Geilheit, übel riechenden Körperausdünstungen und unerhört brachialem Hirnversagen – oft ist der Tod die Folge.

Gefahren sehen Experten vor allem im öffentlichen Nahverkehr, kleinen Plastiksackerln und dem lieben Heiland. Urzdolf Trampelpichler, Sprecher der VOR (Verkehrsverbund Ost-Region), dementiert vehement: “Diese sogenannten Experten kennan si schleichen geh.”. Kotzbold Rauchenhitler, Sprecher der Lobby für kleine Plastiksackerl, hingegen verweigerte die Aussage: “Auf solche Unwahrheiten gehen wir nicht ein, diese haltlosen Anschuldigungen sind keiner Diskussion würdig.”. Auch der liebe Heiland weinte bitterlich in seinen Nachttopf.

Sie sehen, da treffen Welten aufeinander, das ist kein Zuckerschlecken. Haben Sie um Himmels willen nur bitte keinen AIDS-Anfall, der Verwaltungsaufwand ist so groß, das wollen Sie keinem antun. Gehen Sie mit Gott, aber gehen Sie.

Ihr Bundespräsident

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Habe ich AIDS?

Autofellatiosaurus-Vertrauensarzt Dr. Heribert Arnhelm-Siegdurst beantwortet einige häufige Leserfragen zum Thema AIDS.

– Zenzi, 84, aus Mattighofen fragt: Habe ich AIDS?

Diese Frage ist am besten so zu beantworten: Ja, wahrscheinlich. Wenn Sie regelmäßig öffentliche Toiletten benutzen, einen Diesel fahren oder sich ohne Kondom in öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen, setzen Sie sich einer Vielzahl von Risikofaktoren aus. Ihr Körper wehrt viele Erreger erfolgreich ab, letztlich ist aber besonders der AIDS-Erreger (in Fachkreisen auch AIDSman genannt) ein ganz schön hartnäckiges Kerlchen. Besonders in Ihrem fortgeschrittenen Alter ist eigentlich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der AIDSman Sie erfolgreich infiziert hat. Aber es besteht kein Grund zur Beunruhigung, Sie werden vermutlich lange Zeit bevor Sie etwas merken würden bereits tot sein.

– Gernot, 34, aus Wien-Meidling fragt: Seit ein paar Tagen verhält sich meine Frau sehr komisch. Hat Sie vielleicht AIDS?

Auch hier lautet meine Ferndiagnose: Wahrscheinlich, ja! Wenn sich das Verhalten Ihrer Frau tatsächlich plötzlich verändert hat, liegt der Verdacht auf AIDS natürlich nahe. Der AIDSman nistet sich besonders gerne im Hirn ein und verändert so das Verhalten des Wirten. Übliche Symptome sind vollkommen überspitzte Ausländerfreundlichkeit, panische Angst vorm Niedergang des Abendlandes, Reizwäschephobie und starke sexuelle Erregung durch Feuer und 42-jährige Gastwirte namens Horst.

– Gerda, 25, aus Rapetting fragt: Mein achtjähriger Sohn hat mit seinen Freunden beim Spielen im Garten gerne ungeschützten Analverkehr. Hat er vielleicht AIDS?

Sie brauchen sich um Ihren Sohn keine Sorgen zu machen. Es ist ganz normal und üblich, dass Kinder in diesem Alter hemmungslosen Sex praktizieren, bei dem in der Regel auch kein Auge trocken bleibt. Bieten Sie Ihrem Sohn eine Tasse Tee an, wenn er abends müde vom Geficke nach Hause kommt. So stellen Sie sicher, dass er immer schön ausreichend hydriert ist.

– Horst, 42, aus Essex fragt: Seit ca. zwei Monaten fällt mir auf, dass ich für das andere Geschlecht unwiderstehlich geworden zu sein scheine. Ich habe bereits versucht dem durch massive Gewichtszunahme entgegenzuwirken, konnte aber bisher keine Linderung erreichen. Für meine Tätigkeit als Gastwirt ist dieses gesundheitliche Problem ein echter Fluch! Ist vielleicht AIDS Schuld an meinem Problem? Bitte, Herr Doktor, was kann ich tun?

Ich nehme an, dass der Beginn Ihrer Beschwerden ziemlich exakt mit Ihrem Geburtstag zusammenfällt. Tatsächlich ist dies ein in der Fachliteratur umfassend beschriebenes Problem, das im Zusammenhang mit AIDS auftreten kann. AIDS-Patienten weisen mit einer Prävalenz von über 52% eine extreme sexuelle Anziehung gegenüber 42-jährigen Gastwirten namens Horst auf. In der Therapie solcher Fälle wird traditionell eine Namensänderung empfohlen. Außerdem kann in besonders schweren Fällen durch vollkommen unnötige chirurgische Eingriffe ein Abdriften in finanzielle Armut und soziale Isolation erreicht werden, das von vielen Patienten als heilsam empfunden wird.

 

Fragen an Dr. Heribert Arnhelm-Siegdurst richten Sie bitte per E-Mail an n.hofer@vanderbellen.at

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